Unternehmens-News vom 08.09.2023

Ein Gewinn für alle – auch für den Denkmalschutz

Über 560 Objekte in Bayern profitierten seit 1991 von Zweckerträgen der GlücksSpirale:

„Denkmäler zu schützen, bedeutet unser gesellschaftliches Erbe zu erhalten“, betont Claus Niederalt, Präsident der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung (SLSV). „Seit 1991 sind über 570 Millionen Euro Zweckerträge aus der Lotterie GlücksSpirale bundessweit an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) geflossen. Allein in Bayern konnten so seit 1991 über 560 Objekten restauriert und instandgesetzt werden. Im letzten Jahr profitierten im Freistaat rund 60 Denkmäler von der Unterstützung und erstrahlen heute im neuen alten Glanz.“ Anlässlich des Tags des offenen Denkmals (10.9.) zeigen wir anhand einiger Beispiele, was durch diese Mittel in Bayern erreicht wurde.

In Folge sind Kurzporträts von Projekten aus Schwaben, Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie Oberbayern dargestellt aus den Jahren 2020 bis 2022. Einige Förderprojekte sind auch filmisch dokumentiert und hier abrufbar:

Das Bildmaterial unter Nennung des jeweiligen Copyrights ist über diesen Link erhältlich:

Schwaben

Haus zum Cavazzen in Lindau (Schwaben)

Historiker bezeichneten das heutige Heimatmuseum am Lindauer Marktplatz als das „schönstes Bürgerhaus vom Bodensee“.
Auch künftige Generationen werden sich an den historischen Fenstern mit Fensterbänken und -läden erfreuen können. Deren Sanierung konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Dank der Zweckerträge der GlücksSpirale und Spenden mit 100.000 Euro ermöglichen. Foto: © Stadtmuseum Lindau/Proxipedia

Stadtmuseum Lindau, Haus zum Cavazzen, Stadtmuseum Lindau/ProxipediaSource: Proxipedia

Bürgerhaus in Nördlingen (Schwaben)

In der Nördlinger Altstadt hat der traurige Zustand des Bürgerhauses aus dem 16. Jahrhundert an der Bräugasse ein Ende. Das Gebäude beheimatete über 200 Jahre seines Bestehens eine Bäckerei. Nun hilft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unter anderem mit Mitteln aus der GlücksSpirale, den beeindruckenden Barockgiebel des Hauses sowie dessen historische Eingangstür mit 40.000 Euro instand zu setzen. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

Bräugasse 7 in Nördlingen. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Franken

Fachwerkhaus in Miltenberg (Unterfranken)

Unterhalb der Mildenburg in Unterfranken liegt am höchsten Punkt des sogenannten „Schnatterlochs“ ein Fachwerk des Altstadt-Ensembles. Sein Ursprung reicht bis auf das Jahr 1360 zurück.
Der Charme des Bürgerhauses ist geprägt von den verschiedenen Bauphasen, der vergangenen Jahrhunderte. Zur Instandsetzung konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 25.000 Euro aus Zweckerträgen der GlücksSpirale und Spenden beitragen. Foto: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wagner

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Schloss Mespelbrunn (Mittelfranken)

In einem Tal des sagenumwobenen Spessarts versteckt und mit Wassergräben gut geschützt, liegt Schloss Mespelbrunn. Die Räuberbanden, die der berühmte Film „Das Wirtshaus im Spessart“ aus den 1950er Jahren mit der Schweizer Filmlegende Liselotte Pulver auch in dem verwunschenen Schloss inszenierte, trieben dort tatsächlich vor allem im 19. Jahrhundert ihr Unheil.
Das Renaissanceschloss aus dem Jahr 1412 steht heute zum Teil für Besichtigungen offen und zieht jährlich zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Als die Turmdächer mit der kunstvollen Schieferdeckung sanierungsbedürftig waren, konnten sie durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 60.000 Euro unter anderem aus den Mitteln der GlücksSpirale renoviert werden. Foto: © SLSV

Schloss Mespelbrunn. Foto: SLSV

Erlmühle in Dentlein am Forst (Mittelfranken)

In ganz Deutschland gibt es nur noch eine derartige Mühle wie die Erlmühle in Mittelfranken. Datiert ist das Ensemble auf das Jahr 1475 und seine Besonderheit: neben einer Getreidemühle trieb das Wassermühlrad auch eine Eingattersäge an.
40.000 Euro stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz aus den Zweckerträgen der GlücksSpirale und Spenden bereit für die Instandsetzung der Wasserräder sowie der Reaktivierung der historischen Mühl- und Sägetechnik. Foto: © SLSV

Erlmühle in Dentlein. Foto: SLSVSource: SLSV

Riegelhof in Bamberg (Oberfranken)

Der „Riegelhof“ im Herzen der UNESCO-Weltkulturerbestadt Bamberg, sollte wieder mit Leben gefüllt werden. Die acht teils ineinander übergehenden Fachwerkhäuser stehen zum Teil schon länger als 500 Jahre am Ufer der Regnitz. Bis 1953 wurden sie als Brauerei und Gaststätte genutzt, und drohten danach zu verfallen.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sanierte das Ensemble von 2017 bis 2021 mit 290.000 Euro unter anderem aus den Mitteln der GlücksSpirale und verwandelte es sukzessive in eine attraktive Wohnanlage. Foto: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertesacker

Riegelhof in Bamberg. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertesacker

Oberbayern

Schusterhaus in Kochel (Oberbayern)

Das „Schusterhaus in Kochel“ ist ein besonderes Stück Heimatgeschichte. In jahrelanger Detailarbeit, haben sich die Gemeinde und der Verein für Heimatgeschichte in Kochel für das Juwel im Ortszentrum eingesetzt. Seit 1581 war das Haus ein Ort des Schusterhandwerks, dessen gemauertes Untergeschoss bereits aus dem späten 16. Jahrhundert stammt. 2010 verstarb sein letzter Bewohner, der Schuster Sepp Schöffmann, hochbetagt, die Gemeinde übernahm die Immobilie.
Seit bald zehn Jahren hat der Verein die Nutzungsgeschichte erforscht und dokumentiert, Förderanträge geschrieben und ein Museumskonzept ausgearbeitet. Im Herbst 2018 begann dann die Restaurierung, ermöglicht dank finanzieller Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz durch die Zweckerträge der GlücksSpirale. Das Heimatmuseum wird komplett in Eigenarbeit des Vereins nach und nach fertig gestellt. Das Café hat bereits geöffnet, Führungen gibt es auf Anfrage. Foto: © SLSV/Haag

Schusterhaus in Kochel. Foto: Klaus Haag

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über die Zusendung eines Belegexemplars. Vielen Dank!

Über die Staatliche Lotterie & Spielbankverwaltung (SLSV):

Die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung (SLSV) ist ein Wirtschaftsunternehmen des Freistaats Bayern und rechtlich im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat angesiedelt. Ihr Produktangebot umfasst Lotterien, Lose und Casinospiele. Sie betreibt die neun Bayerischen Spielbanken an den Standorten Bad Wiessee, Feuchtwangen, Garmisch-Partenkirchen, Bad Reichenhall, Bad Füssing, Bad Kötzting, Bad Steben, Bad Kissingen und Lindau. Die SLSV bietet unter Berücksichtigung des Spielerschutzes die Möglichkeit zum legalen Glücksspiel – auch im Internet. Der Staatsbetrieb führt jedes Jahr über 400 Millionen Euro an den Bayerischen Staatshaushalt ab. Diese Mittel ermöglichen zusätzliche Leistungen insbesondere in Sport, Kultur, Denkmalpflege und sonstigen öffentlichen Bereichen, die sonst nicht oder nur schwierig realisierbar wären, und kommen damit allen Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat zugute. Als staatlicher, legaler Glücksspielanbieter bietet die SLSV spielinteressierten Personen vor Ort in rund 3.300 bayerischen LOTTO-Annahmestellen, neun Bayerischen Spielbanken sowie online unter www.lotto-bayern.de eine unter Einhaltung des Jugend- und Spielerschutzes ausgerichtete seriöse und sichere Spielteilnahme. Die Spielbetriebsabwicklung unterliegt strengen rechtlichen Vorgaben und hohen, von unabhängigen Prüfern zertifizierten nationalen und internationalen Qualitätsstandards. Als staatlicher Arbeitgeber beschäftigt die SLSV in der Zentrale in München und am Standort in Nürnberg über 300 „Glücksbringer“. Weitere rund 660 Beschäftigte sind es in den neun Bayerischen Spielbanken. In den inhabergeführten LOTTO-Annahmestellen sind bayernweit wiederum rund 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt. Weitere Informationen unter www.slsv-bayern.de.

Über Lotterie GlücksSpirale:

Die GlücksSpirale wurde 1970 als Gemeinschaftswerk des Nationalen Olympischen Komitees, des Deutschen Lotto- und Totoblocks und des Fernsehens zur Finanzierung der Olympischen Spiele in Deutschland gegründet. Schon damals hieß das Grundprinzip der Lotterie „Glück für Spieler und soziale Einrichtungen“ und es gilt noch heute. Denn bei der GlücksSpirale gewinnen alle: nicht nur die Spielteilnehmer, sondern auch das Gemeinwohl. Die Zweckerträge der GlücksSpirale fließen bundesweit an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) sowie an regionale Destinatäre. In Bayern ist es der Bayerische Naturschutzfonds (BNF). Diese Einrichtungen unterstützen mit Hilfe der Gelder aus der GlücksSpirale eine Vielzahl von Projekten, die somit allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Insgesamt stellte die GlücksSpirale seit ihrem Bestehen bis einschließlich 2022 über 820 Millionen Euro dem Sport, über 710 Millionen Euro der Wohlfahrt, über 560 Millionen Euro dem Denkmalschutz und über 340 Millionen Euro für gemeinnützige Projekte den regionalen Organisationen bereit. Eine Summe von über 2,4 Milliarden Euro. Weitere Information unter www.gluecksspirale.de.