Header Jubiläum 80 Jahre. Grafik: SLSV
DAS GLÜCK IN BAYERN

EINE LANGE TRADITION IM SINNE DES GEMEINWOHLS

80 Jahre Glück für alle

Die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung feiert
am 12. März 2026 Geburtstag.
Seit 80 Jahren bietet sie
Woche für Woche Menschen in Bayern die Chance auf attraktive Gewinne,
Spannung und Nervenkitzel und hilft,
Projekte im Sinne des Gemeinwohls zu finanzieren.

Die Jubiläumsbroschüre

Zum 80-jährigen Bestehen der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung gibt es eine Festschrift.

Cover Jubiläumsbroschüre. Grafik: SLSV

Die Geschichte unseres Unternehmens

Die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung feiert am 12. März 2026 Geburtstag. Seit 80 Jahren erfreuen sich Woche für Woche unzählige Menschen an ihren Produkten – etwa dank der Aussicht, mit den richtigen Zahlen den großen Gewinn zu erlangen. Die Gründung des staatlichen bayerischen Glücksspielanbieters am 12. März 1946 war der Startschuss, jede Menge Gewinne auszuzahlen und im Lauf der Jahre mehr als 1.000 Millionengewinne auszuzahlen, allein 2025 kamen im Freistaat 24 neue dazu. Und immer wieder gibt es Rekordgeschichten: im Mai 2020 räumte ein  Eurojackpot-Spieler aus Oberfranken die damals höchstmögliche Summe von 90 Millionen Euro ab; den zweithöchsten Lotteriegewinn von knapp
74 Millionen Euro, der in Bayern ausgezahlt werden konnte, gewinnt eine Eurojackpot-Spielgemeinschaft im April 2023; im Januar 2024 knackt eine Rentnerin aus Mittelfranken den bei LOTTO 6aus49 angestiegenen Jackpot von über 48,5 Millionen Euro.

Wichtige Eckpfeiler unserer Historie finden sich in der folgenden Reise durch die Zeit.

Reise durch die Zeit

Seit Dekaden gute Taten

80 Jahre Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung bedeuten 80 Jahre Glück für Bayern: Rund 24 Milliarden Euro Gewinnausschüttung, über 1.000 Millionengewinne und rund 19 Milliarden Euro für gute Zwecke. Seit acht Jahrzehnte lockt das Spielangebot der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung mit attraktiven Gewinnchancen, stets verbunden mit dem Traum vom großen Glück auf einen schönen Gewinn.

Das Gemeinwohl in Bayern und alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaats haben in den letzten 80 Jahren stets vom Erfolg der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung profitiert. Jedes Jahr führt die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung aus den Umsätzen dreistellige Millionenbeträge an die Bayerische Staatskasse für gemeinwohlorientierte Zwecke ab – allein 2025 waren es rund 500 Millionen Euro.

Der gemeinsame Bruttospielertrag der Spielbanken Bayern im Zeitraum von 1955 bis 2025 beläuft sich auf rund vier Milliarden Euro und über 47 Millionen Gäste wurden seither gezählt. Auch die Standortgemeinden profitierten seit Beginn von insgesamt beinahe 600 Millionen Euro Gemeindeanteil, den die Spielbanken vor Ort jährlich in die Gemeindekasse zahlen.

Die 2020er

–2025–

Die Doppelte Sieben: neue Lotterie mit doppelter Chance

Seit April 2025 gibt es mit der neuen Zahlenlotterie „Doppelte Sieben“ jeden Freitag die Chance auf einen Höchstgewinn von bis zu 1 Million Euro. Gewinne liegen vor, wenn eine oder mehrere Ziffern der gezogenen 7-stelligen Gewinnzahl mit der getippten Gewinnzahl auf dem Spielauftrag übereinstimmen.

Das Besondere: Bei der Doppelten Sieben wird die getippte Gewinnzahl nicht nur von hinten, sondern zusätzlich auch von vorne mit der gezogenen Gewinnzahl verglichen. Alle ununterbrochenen Übereinstimmungen gelten als Treffer. Aus den zusammengezählten Treffern ergibt sich die Gewinnklasse. Besonderheiten hält die Doppelte Sieben auch bei den Einsatzhöhen bereit. Pro Tipp können 1 Euro (Höchstgewinn 200.000 Euro), 2,50 Euro (Höchstgewinn 500.000 Euro) oder 5 Euro (Höchstgewinn eine Million Euro) Spieleinsatz ausgewählt werden. Die Lotterie kann per Quicktipp gespielt werden.

Annahmeschluss für die einmal pro Woche stattfindende Lotterie ist jeden Freitag um 19 Uhr. Die Ziehung der Gewinnzahlen erfolgt freitags ab 20 Uhr. Die Ziehung findet in den Räumlichkeiten von LOTTO Hessen statt

Lotterie Doppelte Sieben: Logo und Spielschein. Bild: SLSV

–2024–

Erstes staatliches Online-Casino-Spielangebot geht in Bayern live

In Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe aus dem Glücksspielstaatsvertrag und dem bayerischen Ausführungsgesetz zum Glücksspielstaatsvertrag hat die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung ein Online-Spielangebot entwickelt und bietet damit als erster staatlicher Anbieter in Deutschland ein Online-Casino an. Unter spielbanken-bayern-online.de finden Spielinteressierte Live-Dealer-Roulette, Live-Autoroulette sowie virtuelles Roulette. Ergänzt wird das Angebot durch weitere klassische Tischspiele wie virtuelles Black Jack und Poker als Texas Hold’em gegen die Bank.

Bildmotiv Live Dealer Roulette. Foto: SLSV

–2021–

Unter einem Dach vereint 

Am 1. März 2021 wurde die lange Zeit als „Staatliche Lotterieverwaltung“ geführte Staatsbehörde in „Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung“ umbenannt. Seither vereint sie unter ihrem Dach die Geschäftsfelder LOTTO Bayern und Spielbanken Bayern.

Kombilogo SLSV. Grafik: SLSV

Die 2010er

–2019–

Willkommen, BayernMILLIONEN!

Seit 2019 macht LOTTO Bayern zum Jahresanfang zwei Spielteilnehmerinnen oder Spielteilnehmer zu Millionären: Die Losnummern mit der attraktiven Hauptgewinnwahrscheinlichkeit von 1: 250.000 sind auf 500.000 limitiert, im Januar erfolgt die Ziehung. Bei zehn Euro Einsatz sieht der Gewinnplan neben 1.000.000 Euro in der höchsten Gewinnkategorie in den nachfolgenden Gewinnklassen einmal 100.000, 100-mal 1.000 und 80.000-mal 10 Euro vor.

Die limitierte Auflage ist alljährlich von Ende Oktober bis Anfang Januar (falls nicht bereits früher ausverkauft) in allen über 3.000 LOTTO-Annahmestellen in Bayern erhältlich und eignet sich neben der Möglichkeit, sich selbst zu beschenken, auch hervorragend als Weihnachtspräsent oder Mitbringsel zur Silvesterparty.

Layout BayerMILLIONEN-Quittungshülle 2025/2026. Grafik: SLSV

–2016–

Newcomer: Die Sieger-Chance

Seit Juli 2016 gibt es mit der Sieger-Chance eine Zusatzlotterie zur GlücksSpirale, die zusätzlich die Förderung des Spitzensports unterstützt. Seit Einführung dieser Zusatzlotterie 2016 erhielt der DOSB bis einschließlich 20025 bundesweit über 65 Millionen Euro.
Jedes Jahr wird im Rahmen des Gala-Events zur Auszeichnung der „Sportler des Jahres“ auch ein „Newcomer des Jahres“ gekürt. Die Zusatzlotterie Sieger-Chance stellt diesen Preis über 20.000 Euro und prämiert damit die Leistungen der Nachwuchstalente sowie das Engagement ihrer Vereine. Bisher konnten sich folgende Sportler und Sportlerinnen über den Award freuen:

2017 Jaqueline Pfeifer
2018 Vinzenz Geiger
2019 Oliver Zeidler
2020 Lea Sophie Friedrich
2021 Annett Kaufmann
2022 Hannah Meul
2023 Leo Neugebauer
2024 Klara Bleyer
2025 Andor Rik Schumann

Logo SIEGER CHANCE

–2013–

Die LOTTO-Ziehung zieht um

Die Gewinnzahlen werden seit Mitte 2013 mittwochs im ZDF vor den „heute“ Nachrichten und samstags von Franziska Reichenbacher in der ARD vor der Tagesschau um 20 Uhr präsentiert. Miriam Hannah moderiert die Live-Ziehung, die seitdem im Internet auf lotto.de übertragen wird.

Saartoto. Franziskareichenbacher (links) und Miriam Hannah. Foto: Anton Minayev
Franziska Reichenbacher und Miriam Hannah. Foto: Anton Minayev

–2012–

Jung, frech, international: Eurojackpot

Seit 2012 verströmt das Spielangebot der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung mit dem Eurojackpot internationales Flair.  Organisationen aus 19 europäischen Ländern beteiligen sich an dieser Lotterie, bei der es zweimal wöchentlich um Jackpots von mindestens 10 Millionen bis zu 120 Millionen Euro gehen kann. Die Ziehung der Zahlen findet in Helsinki statt, teilnehmen kann man in allen bayerischen LOTTO-Annahmestellen sowie online via www.lotto-bayern.de.

Aufgrund des attraktiven Gewinnplans hat sich diese Lotterie in vielen europäischen Staaten fest etabliert. Seit 2012 gab es 186 Mal Gewinner in Gewinnklasse 1 insgesamt, davon gingen 16 Gewinne nach Bayern (Stand 3.2.26).

Der Ziehungsraum von Eurojackpot in Helsinki
Der Ziehungsraum von Eurojackpot in Helsinki. Foto: Veikkaus/Mari Lehtisalo

Die 2000er

–2005–

Neues Gebäude für die Spielbank Bad Wiessee

Schon zweimal wurden der Spielbank Bad Wiessee die ihr zur Verfügung stehenden Flächen zu klein: Gegründet 1957 erfolgte der erste Umzug 1969. Doch auch im Neubau am Ufer des Tegernsees war das Platzangebot bald unzureichend. So trug sich die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung bereits seit Anfang der 1970er mit dem Wunsch, das bestehende Anwesen zu erweitern oder nochmals ein neues zu errichten.
2001 wurde schließlich mit dem Gelände des vormaligen Winnerhofs ein Ort hierfür gefunden (ja, tatsächlich „Winner“ wie auf Englisch für Gewinnerin oder Gewinner – allerdings hieß die Straße unabhängig davon schon vorher so). Entworfen von Architekt Herbert Wagenpfeil und Architektin Olivia Mayr steht dort seit dem Jahr 2005 Bayerns jüngste Spielbank, die auf mehr als 6.000 Quadratmetern Nutzfläche Glücksspiel und gehobene Unterhaltung bietet.

Außenansicht der Spielbank Bad Wiessee

–2004–

KENO kommt

Mit KENO führt die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung ein sehr flexibles Glücksspielprodukt mit täglicher Ziehung (auch an Sonn- und Feiertagen) ein. Auf einem Tippfeld mit 70 Zahlen können zwischen zwei und zehn Ziffern angekreuzt werden, der Spieleinsatz variiert zwischen einem, zwei, fünf oder zehn Euro pro Tipp. Jeden Abend ermittelt der Zufallsgenerator in Wiesbaden 20 Gewinnzahlen. Bei einem Tipp mit zehn angekreuzten Zahlen bei zehn Euro Einsatz ist ein Gewinnbetrag von einer Million Euro möglich. Schauspielerin Annett Fleischer moderierte die Ziehung von 2011 bis Ende 2025 unter www.keno.de.

Alleinstellungsmerkmal KENO: Auch mit null Treffern kann man hier Gewinne erzielen! Wurde KENO Typ 9 oder 10 gewählt und keine Zahl richtig getippt, gibt es den doppelten Einsatz zurück, bei KENO 8 immerhin noch den einfachen Einsatz zurückerstattet. Das bietet keine andere Zahlenlotterie.

Moderatorin Annett Fleischer führt durch eine KENO-Ziehung
Moderatorin Annett Fleischer bei einer KENO-Ziehung.

–2001–

Oberfranken hat nun auch eine Spielbank

Als bislang jüngste Gründung komplettiert die Spielbank Bad Steben das Ensemble der neun Bayerischen Spielbanken, welche von der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung betrieben werden. Meinhard von Gerkan entwarf die Architektur des Bauwerks. Seit der Eröffnung dieses Standorts existiert in jedem bayerischen Regierungsbezirk nun mindestens eine Spielbank.

Außenansicht der Spielbank Bad Steben

–2000–

Zwei neue Spielbanken und ein Umzug

Passend zur frischen Zwei vorn an der Jahreszahl eröffnet die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung zwei neue Spielbanken: Von nun an gibt es das Große und das Kleine Spiel auf nahezu 3.000 Quadratmetern auch in der Oberpfalz (Bad Kötzting; Architekten Alexander Freiherr von Branca und Carl Schnabel) und Mittelfranken (Feuchtwangen; Steinhilber+Weis Architekten).

Außenansicht der Spielbank Bad Kötzting
Spielbank Bad Kötzting

Außenansicht der Spielbank Feuchtwangen
Spielbank Feuchtwangen

Nachdem der in die Jahre gekommene Zweckbau der Spielbank Lindau zeitgenössischen Ansprüchen an ein Casino nicht mehr gerecht werden konnte, zog die Institution im Jahr 2000 in den heute bekannten attraktiven Rundbau nach Entwürfen des Wiener Architekten Hans Lechner um. Ein Bauwerk, das nicht nur selbst einen tollen An- sondern auch einen grandiosen Auslick über den Bodensee bietet.

Außenansicht der Spielbank Lindau. Foto: SLSV
Attraktion am Ufer: Die neue Liegenschaft der
Lindauer Spielbank direkt am Bodensee

Die 1990er

–1999–

Der Beginn von ODDSET

Ein komplett neues Sportwettenangebot tut sich der Kundschaft auf: Die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung erfüllt als erstes staatliches Glückspielunternehmen die Wünsche zahlreicher Wettfreunde, indem sie ODDSET einführt. Seit dem 19. Februar 1999 ist es möglich, Wetten mit fixer Gewinnquote, welche vor der Abgabe des Spielscheins bekannt ist, auf Fußball- und Eishockeyspiele sowie diverse sportliche Großereignisse zu platzieren.

Mit den Jahren wurde das Wettprogramm noch umfangreicher, allwöchentlich werden hunderte Spiele aus verschiedenen Sportarten und Ligen angeboten. ODDSET wird seit 2020 von der ODDSET Sportwetten GmbH veranstaltet. Die Wetten werden nur im Internet angeboten.

ODDSET-Plakate im Wandel der Zeit
ODDSET-Plakate im Wandel der Zeit

Spielbank-Neugründung in Niederbayern

Die Spielbank Bad Füssing kann als erste der beschlossenen Neugründungen ihrer Bestimmung übergeben werden. Alexander Freiherr von Branca entwarf das ausgewogene achteckige Gebäude. Zusammen mit dem vom selben Architekten konzipierten Kurhaus bildet die Spielbank ein harmonisches Ensemble im Kurpark.

Außenansicht der Spielbank Bad Füssing

–1995–

Neues Gesetz – neue Glücksspielhäuser

Mit dem neuen Spielbankgesetz wurden 1995 zusätzlich zu den fünf damals existierenden Einrichtungen je ein weiterer Casino-Standort für die bislang nicht Spielbank-versorgten Regierungsbezirke beschlossen: Bad Füssing (Niederbayern; eröffnet 1999), Bad Kötzting (Oberpfalz; eröffnet 2000), Feuchtwangen (Mittelfranken; eröffnet 2000) und Bad Steben (Oberfranken; eröffnet 2001).

–1992–

SUPER 6 – eine weitere Zusatzchance tut sich auf

Seit 1992 reicht es, ein Kreuzchen im „Ja-Feld“ für die Zusatzlotterie Super 6 zu machen, wenn man einen Spielauftrag für LOTTO 6aus49, TOTO, GlücksSpirale oder Eurojackpot einreicht – und schon hat man die Chance auf einen attraktiven Extra-Gewinn von bis zu 100.000 Euro.

Logo SUPER 6. Grafik: SLSV

–1990–

Spielbank Lindau wird staatlich

1990 wurde die Spielbank Lindau staatlich. Diese hatte bereits 1950 ihre Pforten geöffnet, also fünf Jahre bevor das Bayerische Kabinett 1955 Casinos erlaubte. Das liegt daran, dass Lindau nach dem Zweiten Weltkrieg in die französische Besatzungszone integriert worden war. Die Gründung damals erfolgte durch die Stadt Lindau nach staatsaufsichtlicher Genehmigung des Konzessionsvertrags durch den Kreispräsidenten. Die Auflage bestand seinerzeit darin, dass 70 Prozent der Spielerträge für gemeinnützige Zwecke gespendet werden sollten.

Ansicht der damaligen Liegenschaft in Lindau aus den 1950er Jahren – im Jahr 2000 zog die Spielbank in einen Neubau
Ansicht der damaligen Liegenschaft in Lindau aus den 1950er Jahren – im Jahr 2000 zog die Spielbank in einen Neubau.

Ein Farbfoto von 1952 aus dem Spielsaal des alten Casinos von Lindau
Ein Farbfoto von 1952 aus dem Spielsaal des alten Casinos von Lindau.

Die 1980er

–1983–

Spielbank-Neubau in Garmisch-Partenkirchen

Die ersten Räumlichkeiten der Spielbank Garmisch-Partenkirchen wurden 1955 im örtlichen Nobelhotel „Alpenhof“ eröffnet. Wenig später, am 6. Januar 1956, erfolgte der erste Umzug – in ein Gebäude der Marktgemeinde am Marienplatz.

Aufgrund des großen Publikumsandrangs wurde schließlich ein kompletter Neubau notwendig, 1983 zog die Spielbank in das heutige Anwesen in zentraler Lage. Im Jahr 2000 baulich erweitert, erwartet die Besucherinnen und Besucher dort nun Unterhaltung in einem äußerst stilvollen Ambiente, das sich über rund 4.500 Quadratmeter erstreckt.

Außenansicht der Spielbank Garmisch-Partenkirchen. Foto: SLSV
Seit 1983 ist die Spielbank Garmisch-Partenkirchen in diesem Gebäude im Zentrum Garmischs daheim, anno 2000 wurde das Haus erweitert.

Die 1970er

–1976–

Darf’s noch mehr sein? Einführung der Zusatzlotterie Spiel 77

Eine bequem zu spielende zusätzliche Gewinnchance auf den Spielscheinen für LOTTO 6aus49, TOTO oder die GlücksSpirale wurde 1976 eingeführt: einfach ein Kreuzchen bei „Spiel 77“ machen und schon nimmt man mittels Losnummer an einer Ziehung teil, bei der in sieben Gewinnklassen Summen bis in den Millionenbereich gewonnen werden können (bundesweiter Rekord bislang 11.077.777 Euro, gezogen anno 2011 für einen Spielteilnehmer aus Baden-Württemberg; bayerisches Spitzenergebnis 7.577.777 Euro im Jahr 2014 [Stand: 3. März 2026]).

Spiel 77 kann heute nicht nur zusammen mit LOTTO 6aus49, TOTO und GlücksSpirale, sondern auch als Zusatzlotterie zur internationalen Lotterie Eurojackpot gespielt werden.

Ein historisches Werbemotiv von Spiel 77

Das „Große Spiel“ auf der Leinwand

Die Spielbank Bad Reichenhall diente als Set für die 1976er Verfilmung von „Das Schweigen im Walde“: Alexander Stephan (2. v. l.) als Götz Graf Ettingen, rechts vor ihm sitzend Evelyn Opela als Baronin Edith von Prankha.

Die Spielbank Bad Reichenhall diente als Set für die 1976er Verfilmung von "Das Schweigen im Walde": Alexander Stephan (2. v. l.) als Götz Graf Ettingen, rechts vor ihm sitzend Evelyn Opela als Baronin Edith von Prankha.
Die Spielbank Bad Reichenhall diente als Set für die 1976er Verfilmung von „Das Schweigen im Walde“: Alexander Stephan (2. v. l.) als Götz Graf Ettingen, rechts vor ihm sitzend Evelyn Opela als Baronin Edith von Prankha.

–1970–

Collage von fünf Postern zur Olympiade 1972 in München

GlücksSpirale für Olympia ’72

Um die Sportanlagen und sonstigen Bauwerke für die Olympiade 1972 in München und die Segelwettbewerbe in Kiel zu finanzieren, wurde zunächst seit Oktober 1967 ein sogenannter Olympia-Groschen auf jeden LOTTO- und TOTO-Spielschein erhoben: Diese zusätzlichen 10 Pfennig mit eigener Gewinnausschüttung sollten einen Zweckertrag von 250 Millionen Mark generieren.

Damit ein noch größerer Finanzierungsbeitrag erreicht werden konnte, wurde 1970 die GlücksSpirale als Fernsehlotterie eingeführt. Die Kombination aus einem sehr konkrekten guten Zweck und attraktiven Gewinnmöglichkeiten fand großen Anklang bei der Kundschaft.

Da auch nach dem Ende der Olympischen Spiele weiterhin Großereignisse zu fördern waren, blieb die GlücksSpirale erhalten: Das nächste Projekt, das von ihr unterstützt wurde, war die Fußballweltmeisterschaft 1974 in Deutschland. Die beliebte Fernsehlotterie half, die Baumaßnahmen an den WM-Stadien zu finanzieren.

Im Laufe der Zeit wurde die GlücksSpirale zu einem unentbehrlichen Förderer des Gemeinwohls: So fließen in Bayern diese Gelder an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) sowie an den Bayerischen Naturschutzfonds.

Die Erträge der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung ermöglichten die Finanzierung der Anlagen für die Olympischen Spiele 1972, bis heute ist der Olympiapark wichtig für München.
Die Erträge der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung ermöglichten die Finanzierung der Anlagen für die Olympischen Spiele 1972, bis heute ist der Olympiapark wichtig für München. Foto: SLSV/AdobeStock/Marc

Die Schlussziehung der GlücksSpirale im Jahr 1970
Die Schlussziehung der GlücksSpirale im Jahr 1970

Ein Los der GlücksSpirale aus dem ersten Jahr dieser Soziallotterie
Ein Los der GlücksSpirale aus dem ersten Jahr dieser Soziallotterie

Der GlücksSpirale-Ziehungssaal in München, Aufnahme vom 22. September 1979
Der GlücksSpirale-Ziehungssaal in München, Aufnahme vom 22. September 1979

Die 1960er

–1965–

LOTTO-Ziehungssendungen – ein Kult

Über die Jahre hat das Zahlenlotto 6aus49 Kultstatus erreicht. Rund 60 Prozent des bundesweiten Umsatzes der Lotteriegesellschaften wird damit erwirtschaftet – das macht LOTTO 6aus49 zum unangefochtenen Spitzenreiter der Produktpalette. Dazu trägt seit den Anfängen die allwöchentliche Ziehung der Lottozahlen bei, die 1965 erstmals live im Fernsehen übertragen wurde.

Diese mediale Präsentation schuf ein neues Berufsbild: die Lottofee. Die erste dieser Zunft war Karin Dinslage, die bis 1971 Glück durch den Bildschirm verbreitete. Zu ihr gesellte sich, zunächst im Wechsel, 1967 Karin Tietze-Ludwig, die gut 30 Jahre lang durch die abendlichen LOTTO-Ausstrahlungen führen sollte, bevor Heike Maurer (mittwochs im ZDF) und Franziska Reichenbacher (samstags im Ersten) ihre Nachfolge antraten. Seit 2013 findet die Ziehung der Gewinnzahlen live im Internet zum Beispiel unter www.lotto-bayern.de statt. Die Gewinnzahlen werden seit Mitte 2013 immer am Mittwoch im ZDF vor den „heute“ Nachrichten und jeden Samstag von Franziska Reichenbacher in der ARD vor der Tagesschau um 20 Uhr präsentiert. Miriam Hannah führt durch die Live-Ziehung im Internet.

Die erste "Lottofee" des deutschen Fernsehens war von 1965 bis 1971 Karin Dinslage. Foto: HR/Kurt Bethke
Die erste „Lottofee“ des deutschen Fernsehens war von 1965 bis 1971 Karin Dinslage. Foto: HR/Kurt Bethke

Karin Tietze-Ludwig im Studio 3 des Hessischen Rundfunks. Sie war die deutsche "Lottofee" von 1967 bis 1998. Foto: © HR/Heinz-J. Schlüter
Karin Tietze-Ludwig im Studio 3 des Hessischen Rundfunks. Sie war die deutsche „Lottofee“ von 1967 bis 1998. Foto: HR/Heinz-J. Schlüter

Heike Maurer führte von 2000 bis 2013 im ZDF durch die Ziehungen von Lotto am Mittwoch. Foto: ZDF/Farideh Diehl
Heike Maurer führte von 2000 bis 2013 im ZDF durch die Ziehungen von Lotto am Mittwoch. Foto: ZDF/Farideh Diehl

Franziska Reichenbacher stieß 1998 zum Moderationsteam von LOTTO 6aus49. Foto: HR/Sebastian Reimold/Andreas Frommknecht Foto: HR/Sebastian Reimold/Andreas Frommknecht
Franziska Reichenbacher war von 1998 bis 2013 die LOTTO-Ziehungsfee in der ARD. Bis heute präsentiert sie seither die Zahlen am Samstag vor acht. Foto: HR/Sebastian Reimold/Andreas Frommknecht

–1961–

Die Spielbanken werden staatlich

1961 übernahm der Freistaat Bayern alle vier bis dahin auf dem Staatsgebiet existierenden Spielbanken: Die Spielbanken Garmisch-Partenkirchen, Bad Kissingen, Bad Reichenhall und Bad Wiessee wurden hier staatlich. Seither werden diese, wie alle später hinzugekommenen Bayerischen Spielbanken (Bad Füssing, Bad Kötzting, Bad Steben, Feuchtwangen, Lindau), durch die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung betrieben.

Symbolbild Roulettekessel

Die 1950er

–1957–

Spielbank-Flair nun auch in Bad Wiessee

1957 wurde die Spielbank im oberbayerischen Kurort Bad Wiessee ebenfalls zunächst als privat konzessioniertes Casino (bis 1961) geschaffen – am Anfang als Zweigbetrieb der Spielbank Garmisch-Partenkirchen. Eröffnet am 4. Juni 1957 in den Räumlichkeiten des ehemaligen Café Bauer, erwiesen sich die Räumlichkeiten nicht zuletzt aufgrund der Nähe zum bevölkerungsreichen München bald als zu klein. Es folgten ein Neubau 1969 und schließlich im Jahr 2005 der Umzug in das heute genutzte Anwesen, wo auf mehr als 6.000 Quadratmetern gehobene Unterhaltung geboten wird.

–1955–

Der Deutsche LOTTO-Block

Im Juni 1955 gründeten Bayern, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein den Deutschen LOTTO-Block, nachdem bereits am 11. Januar 1953 in Berlin das erste Zahlenlotto der Nachkriegszeit in Deutschland entstanden war: „5aus90“.

Die Spielformel wurde zudem auf das heute bekannte Modell „6aus49“ festgelegt, weil bei „5aus90“ die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten mit rund 44 Millionen sehr hoch lagen. Später kamen nach und nach auch alle anderen Bundesländer hinzu. Seit der Vereinbarung eines Blockvertrags kann nun jedes Land das Zahlenlotto eigenständig durchführen.

Links vorn im Bild: die erste Unternehmenszentrale der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung in der Münchner Winzererstraße
Die erste Unternehmenszentrale in der Münchner Winzererstraße

Alles analog: Spielscheine auf Reisen in den 1950ern
Alles analog: Spielscheine auf Reisen in den 1950ern

Live-Ziehungen in München waren ein Publikumsmagnet
Live-Ziehungen in München waren ein Publikumsmagnet

Die Glückszahl „13“

Zu schön, um es sich auszudenken: Tatsächlich fing alles mit der legendären Zahl 13 an – zumindest bei LOTTO 6aus49 in der Bundesrepublik Deutschland: Sie wurde bei der ersten Ziehung anno 1955, am 9. Oktober in Hamburg, als allererste Glückszahl ermittelt, als Glücksbringerin fungierte das Waisenmädchen Elvira Hahn.

Wenig später sorgte die 13 auch im Freistaat für Furore: Zunächst fand die erste bayerische Lottoziehung der Nachkriegszeit am 13. November desselben Jahres im damaligen Hauptgebäude der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung am Münchner Karolinenplatz 4 statt. War die erste ermittelte Glückszahl hierbei zwar die 29 (gezogen von einem Waisenkind namens Erika), so spielte die 13 nicht viel später schon wieder eine interessante Rolle: Am 2. September 1956 teilte sich eine Gruppe von 13 Handwerkern als Tippgemeinschaft den ersten Millionengewinn von exakt 1.043.364,50 Deutschen Mark.

Damals war die Auswertung der Spielscheine enorm aufwendig: 1955 arbeiteten hunderte Frauen die ganze Nacht unter strengster Aufsicht im Akkord, um alle Spielscheine mittels Schablonen zu prüfen. Inzwischen wird diese Aufgabe von Rechenzentren innerhalb einer Stunde erledigt. Die Abgabe der Spielscheine ist heute auch bequem online möglich – über unsere Webseite www.lotto-bayern.de. Einen filmischen Rückblick über „70 Jahre LOTTO 6aus49“ gibt es hier:

Elvira Hahn kurz vor der ersten Ziehung der Geschichte von LOTTO 6aus49 am 9. Oktober 1955 in Hamburg. Links Notar Walter Kuckuck, rechts Ausspielleiter Jürgen Klawitter
Elvira Hahn kurz vor der ersten Ziehung der Geschichte von LOTTO 6aus49 am 9. Oktober 1955 in Hamburg. Links Notar Walter Kuckuck, rechts Ausspielleiter Jürgen Klawitter
Die erste LOTTO-6aus49-Ziehung in München. Waisenkind Erika griff als erste Gewinnzahl die 29.
Die erste LOTTO-6aus49-Ziehung in München. Waisenkind Erika griff als erste Gewinnzahl die 29

„Bitte, das Spiel zu machen“

Am 21. April 1955 beschloss der Bayerische Landtag, in seinem Einflussgebiet zunächst drei Spielbanken unter privater Konzession zuzulassen – und schon im Sommer desselben Jahres war es so weit: Die erste Spielbank wurde in Bad Reichenhall geschaffen, hier begannen das „Kleine“ und das „Große Spiel“ am 9. Juli. Kurz darauf, am 14. Juli nahm das Haus in Bad Kissingen den Spielbetrieb auf. In der unterfränkischen Kurstadt am Rand der Rhön widmete sich die feine Gesellschaft bereits Ende des 18. Jahrhunderts gern dem sogenannten Hazard, einem Würfelspiel.

Nur einen Tag nachdem die Spielbank Bad Kissingen  im historischen Luitpoldbad ihre Pforten geöffnet hatte – am 15. Juli 1955 –, warf die beliebte Schauspielerin Marianne Koch in Garmisch-Partenkirchen eine goldene Kugel in einen Roulettekessel. Damit war auch die dortige Spielbank eröffnet. Als hätte Fortuna einen Bezug zur wenig später stattfindenden ersten LOTTO-Ziehung der bundesdeutschen Geschichte im Oktober 1955 herstellen wollen, wurde auch hier als erste Zahl die 13 ermittelt.

Der erste Standort der Spielbank Bad Reichenhall
Der erste Standort der Spielbank Bad Reichenhall

Die Spielbank Bad Kissingen – seit ihrer Gründung im selben Anwesen
Die Spielbank Bad Kissingen – seit ihrer Gründung im selben Anwesen

Das Parkhotel Alpenhof (erste Heimat der Spielbank Garmisch-Partenkirchen)
Das Parkhotel Alpenhof (erste Heimat der Spielbank Garmisch-Partenkirchen)

Die ersten Räumlichkeiten der Spielbank zu Garmisch-Partenkirchen befanden sich anno 1955 im vornehmen Parkhotel Alpenhof mit der damaligen Adresse Bahnhofstraße 19. Auch wenn dieser mittlerweile als Fußgängerzone angelegte ehemalige Teil der Bahnhofstraße längst den Namen am „Am Kurpark“ trägt, befindet sich die heutige Spielbank nach zwei Umzügen jedoch wieder ziemlich genau dort, wo bis 1972 das Hotel stand und ihre Geschichte begann.

Die ersten Räumlichkeiten der Spielbank zu Garmisch-Partenkirchen befanden sich anno 1955 im vornehmen Parkhotel Alpenhof mit der damaligen Adresse Bahnhofstraße 19.

Ab 1946

–1948–

Anstoß beim Fußball-TOTO

Als zweites staatliches Lotterieprodukt der Nachkriegszeit kam der Bayerische Fußball-TOTO auf den Markt, ab dem Spieltag 15./16. Mai 1948 wagte der Freistaat Bayern als erstes der westdeutschen Länder, diese Form der Sportwette anzubieten. Für deutsche Verhältnisse neu war das Konzept, eine staatliche Fußballwette über eine privatwirtschaftliche Vertriebsorganisation anzubieten: in Tabak- und Zeitschriftenläden.

In den wirtschaftlich schwierigen Zeiten lief das Geschäft zunächst moderat an. Doch schon beim ersten Wettbewerb des neuen Spieljahres 1948/49 am 11./12. September 1948 traten derart unerwartbare Endstände in den Stadien ein, dass niemand die ersten beide Gewinnränge erreichte. Die Folge: Wer sich im 3. Gewinnrang befand, erhielt den damals enorm hohen Betrag von 1.056,- D-Mark in der neu eingeführten Währung. Dadurch nahm die Beliebtheit von TOTO in der Bevölkerung sprunghaft zu und die Umsätze schnellten in die Höhe. Schon am 2./3. April 1949 wurde erstmals die Millionengrenze überschritten.

In den Nachkriegsjahren konnte durch die sogenannten Totogelder der Sportstättenbau gefördert werden.

TOTO-Heft vom 19. November 1948
TOTO-Heft vom 19. November 1948

TOTO-Wetten wurden schnell beliebt
TOTO-Wetten wurden schnell beliebt

Der Fußball-TOTO war das zweite Produkt unseres Unternehmens
Der Fußball-TOTO war das zweite Produkt unseres Unternehmens

Erster Wettschein des Bayerischen Fußball-TOTO 1948
Erster Wettschein des Bayerischen Fußball-TOTO 1948

–1946–

Die Bayerische Wiederaufbau-Lotterie

Die Bayerische Losbrieflotterie ist seit 1946 Eckpfeiler des staatlich organisierten Glücksspielangebots im Freistaat. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs galt es, die zerstörten Städte und kaputte Infrastruktur wiederaufzubauen. Es entstand die Idee, die dafür zeitnah notwendigen finanziellen Mittel zum Teil durch eine Lotterie zu generieren. Schon bald begann daher die neugeschaffene „Bayerische Staatslotterie“ mit der Vorbereitung einer solchen: Am dringendsten zu organisieren war ein Gewinnspiel in der Form einer Losbrieflotterie mit sofortigem Gewinnentscheid, denn dafür konnten auch im Nachkriegsdeutschland die erforderlichen Produktionsanlagen beschafft werden. Ihre erste Bezeichnung lautete: Bayerische Wiederaufbau-Lotterie.

Die beliebten Losbrieflotterien (die Lose befanden sich tatsächlich in Kuverts!) begründeten eine bis heute fortbestehende Tradition. Darauf aufbauend wurde das Angebot kontinuierlich weiterentwickelt. Die bayerischen Sofortlotterien gibt es heute in vielfältigen Ausführungen: als Aufreißlos, Rubbellos, in bunten oder gedeckten Farben. Die Preise für ein Los liegen zwischen einem und zehn Euro.

Besonderheiten beim Portfolio: Das BAYERNLOS ist der Klassiker unter den Aufreißlosen. Die Spielteilnehmer haben damit die Chance auf Sofortgewinne von bis zu 300.000 Euro. Mit der „ZWEITEN CHANCE“ können zudem jeden Donnerstag drei Kandidatinnen und Kandidaten am Gewinnrad in der Sendung „Wir in Bayern“ im BR Fernsehen live versuchen, ihren Garantiegewinn von 5.000 Euro zu vervielfachen. Das Angebot der Sofortlotterien in Bayern erfüllt heute den Wunsch nach einem schnellen Gewinn mit persönlicher Note.

Das Innere des ersten bayerischen Losbriefs nach dem Zweiten Weltkrieg vom 15. März 1946
Das Innere des ersten bayerischen Losbriefs nach
dem Zweiten Weltkrieg vom 15. März 1946
Los-Verkaufsstand auf dem Oktoberfest anno 1957. Foto: SLSV
Los Verkaufsstand auf dem Oktoberfest anno 1957.
Die aktuelle Losfamilie von LOTTO Bayern 2026. Foto: SLSV
Die aktuelle Losfamilie von LOTTO Bayern 2026.

Vorgeschichte

Lotterien haben schon seit dem ausgehenden Mittelalter Tradition in Mitteleuropa. Sie fanden auf Messen, Jahrmärkten und im Rahmen von Festen statt. Die Vorgänger des LOTTO 6aus49 dienten aber nicht nur dem Vergnügen, sondern auch der Allgemeinheit: Die Erlöse wurden in unterschiedlichen Ländern schon früh, im 16. und 17. Jahrhundert, gern für „staatliche“ Projekte eingesetzt, wie zum Beispiel öffentliche Bauten und Strukturmaßnahmen. Bayern führte übrigens als erstes der damaligen deutschen Länder bereits am 27. April 1735 eine Lotterie ein – durch Generalmandat des Kurfürsten Karl Albrecht (ab 1742 Kaiser Karl VII.).

Auch die Geschichte der Spielbanken Bayern reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Seit 1955 bis 2025 haben die Spielbanken als staatliches Unternehmen einen Brutto-Spielertrag von insgesamt rund vier Milliarden Euro erwirtschaftet und über 47 Millionen Gäste begrüßt.

Die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung in Bayern wurde 1946 mit Zustimmung der US-amerikanischen Militärregierung unter dem Namen „Bayerische Staatslotterie“ neu geschaffen, nachdem während des Dritten Reichs das gesamte deutsche Glücksspielwesen gleichgeschaltet worden war. Mit dem Zusammenbruch des NS-Regimes und der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 endete auch diese zentralisierte „Deutsche Reichslotterie“, die in der Folge von einer Berliner Abwicklungsstelle liquidiert wurde. Nachdem die einzelnen Länder ihre traditionelle Lotteriehoheit zurückerhalten hatten, wurde in Bayern die „Bayerische Staatslotterie“ gegründet, um beim Wiederaufbau Bayerns zu helfen.

Heutzutage führt die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung jährlich über 400 Millionen Euro an den Bayerischen Staatshaushalt ab. 2025 waren es rund 500 Millionen Euro. Diese Mittel ermöglichen zusätzliche Leistungen insbesondere im Bereich Sportförderung, Kulturförderung, Denkmalpflege und sonstiger öffentlicher Bereiche, die sonst nicht oder nur schwierig realisierbar wären, und kommen damit allen Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat zugute. Darüber hinaus fließen die Zweckerträge der Lotterie GlücksSpirale und der Zusatzlotterie Sieger-Chance in Bayern an den Deutschen Olympischen Sportbund, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie in Bayern an den Bayerischen Naturschutzfonds.

Generalmandat des Kurfürsten Karl Albrecht zur Einführung einer Lotterie in Bayern vom 27. April 1735, Blatt 1
Generalmandat des Kurfürsten Karl Albrecht
zur Einführung einer Lotterie in Bayern
vom 27. April 1735, Blatt 1
Foto: Bayer. Hauptstaatsarchiv München